Technologie­offenheit – ein alter Hut?

Räderwerk
Richard C. Hemming aus New Haven, Connecticut, erfand im Jahr 1867 das „Flying Yankee Velocipede“, ein sechs bis acht Fuß großes frühes Einrad aus Holz, das vom Radler im Inneren mittels Handkurbel über Antriebsseile in Fahrt versetzt wurde. Der „Kotflügel“ über dem Kopf des Monocyclisten sollte vor am Rad klebendem Matsch schützen. Zwei Jahre später brachte der Erfinder sein nun patentiertes Velo tatsächlich auf den Markt.


Mit Erfindergeist, handwerklicher Geschick­­lich­keit und visionärem Mobilitäts­­drang verwirklichten schon unsere Urgroß­väter vielfältige Fortbewegungs­­mittel: angetrieben durch Benzin, Strom, Holz, Dampf – oder Muskelkraft.

Laufräder, Draisinen, Hochräder und sonstige Velocipede machten das Vorankommen gegenüber strapaziösen Fußmärschen deutlich leichter. Dennoch verlangten diese mechanischen Gefährte den Radelnden einigen körperlichen Einsatz ab, wie etwa die spöttische englische Bezeichnung „Boneshaker“ für eines der frühen Fahrräder, die sogenannte „Michauline“, verrät.

Ein Glück, dass sich der Fortschritt nicht aufhalten ließ und bald richtige Maschinen die schweißtreibende körperliche Anstrengung überflüssig machten – somit konnten auch weitere Ausflüge zum bequemen Vergnügen geraten …

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